Reisen nach Guatemala
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In den letzten Jahren besuchten einige Reisegruppen mit Max Umiker während etwa 20 Tagen Guatemala. Die Höhepunkte waren die Einweihung von Schulhaus-Neubauten sowie der Besuch von Tikal, die Ruinen in Copán (Honduras), der Indios-Markt in Chichi und Todos Santos auf 2400 m.ü.M, der schöne Atitlán See, die Osterteppiche und vieles mehr. Unser Ziel ist es, Ihnen einen unvergesslichen Einblick in die verschiedenen Kulturen von der Gegenwart bis zu ihren Wurzeln 2500 Jahren zurück zu vermitteln. Anmeldung und Auskünfte bei:
umiker@bluewin.ch
Telefon +41(0)61 4611636
Guatemalareise 2011
2. bis 17. April 2011 Die Reise führt uns während 16 Tagen durch Guatemala, Antigua, an den Atitlán-See, in verschiedene Museen, in den Dschungel von Petén, nach Tikal, an die karibische Küste, nach Quirigua, Iximché, Chichi, Xela, San Andres Xecul und nach Copán, Honduras. Samstag, 02.04.2011 Flug Schweiz -
Guatemala Abflug in Zürich nach Madrid und Guatemala. Ankunft im Internationalen
Flughafen Hotel:
Posada Hermano Pedro, 3* Sonntag, 03.04.2011 Antigua-Copán Fahrt über die Hauptstadt nach Honduras, am Nachmittag Rundgang im
Vogelpark Macaw Mountain, Auffanglager für einheimische Vogelarten. Hotel:
Marina Copán, 3* Montag, 04.04.2011 Copán Von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt, bietet Copán viel
Detail auf wenig Fläche. Beinahe 5 Kilometer Tunnel legten
Archäologen über die Jahre an, um die Geheimnisse der Akropolis, die
über 400 Jahre in verschiedenen Schichten erbaut wurde, zu lüften.
Hier finden wir die schönsten Stelen der gesamten Mayawelt. Nachmittags Ausflug per Pick-Up oder Kleinbus zu Thermalquellen im Urwald. Hotel:
Marina Copán, 3* Dienstag, 05.04.2011
Copán – Rio
Dulce - Livingston Zurück in Guatemala begeben wir uns in eine der
grössten Bananenplantagen der Karibikregion. Im Zentrum befindet sich die kleine
Stätte von Quiriguá, die sich nach einer Auseinandersetzung mit
Copán und dessen Herrscher, 18 Kaninchen, im Jahre 738 sich von
Copáns Dominanz löste. Weiterfahrt an den Río Dulce und Bootsfahrt
durch den gleichnamigen Nationalpark bis nach Livingston. In
Livingston treffen wir auf die Guatemaltekische Karibik und die
Garífuna Kultur. Hotel:
Villa Caribe, 3* Mittwoch, 06.04.2011
Rio Dulce - Petexbatún Zur Kolonialzeit hatte der Río Dulce, eigentlich Abfluss des Izabal-Sees,
die Funktion der Hauptverkehrsstrasse von und nach Guatemala. Die
Beschreibung des Baslers Carl Gustav Bernoulli über diesen, von
tropischer Vegetation begrenztem Fluss, der um 1860 den Rio Dulce
bereiste, stimmt auch heute noch: eines der schönsten Fleckchen
Guatemalas. In Rio Dulce erwartet uns der Transport nach Sayaché und
weiter mit dem Boot in die Petexbatún Lodge in den Dschungel. Hotel:
Petexbatún Lodge,
0* Donnerstag, 07.04.2011 Petexbatún
- Flores Abgelegen am Südrand der Petexbatún Lagune liegt die Stätte Aguateca, gut
geschützt durch riesige Kalkfelsen und geologische Spalten. Die erst
in den 1950-er Jahren entdeckte Ruine wurde von 1998-2004
teilrestauriert und ist ein einmaliges Erlebnis im Urwald. Nach dem
Mittagessen Fahrt nach Flores. Hotel: Santana, 3*
oder selbe Kategorie Freitag, 08.04.2011
Flores – Tikal - Flores Die Tempelanlagen sind gewaltig und einzelne Bauwerke sind über 60m hoch.
Der Reiz Tikals liegt nicht nur in der architektonischen und
historischen Bedeutung, denn 85% der Strukturen sind noch immer
unter dem wilden Dschungeldach verborgen und man erlebt eine
faszinierende Tier- und Pflanzenwelt.
Hotel: Santana, 3*
oder selbe Kategorie Samstag, 09.04.2011
Flores – Guatemala - Antigua Nach dem Flug morgens in die Hauptstadt folgt eine Rundfahrt mit Besuch
des Archäologischen Museums sowie dem Hauptplatz mit Kathedrale. Bei
der weltgrössten Reliefkarte ihrer Art erhalten wir einen Überblick
über die Landestopografie. Fahrt nach Antigua. Hotel: Posada Hermano Pedro, 3* oder selbe Kategorie. Sonntag, 10.04.2011
Antigua Halbtägiger Stadtrundgang in Antigua, der Hauptstadt Zentralamerikas von
1549 – 1773, mit Besuch des Hauptplatzes inklusive Kathedrale sowie
eines ehemaligen Ordensklosters. Sie fühlen sich zurückgesetzt in
die Zeit der Eroberer und deren Machtkämpfe zwischen geistlichen und
königlichen Autoritäten. Hotel:
Posada Hermano Pedro, 3* Montag, 11.04.2011
Antigua Heute Morgen besuchen Sie eine Kaffeeplantage. Die Region um Antigua ist
eines der wichtigsten Produktionsgebiete der wertvollen Bohnen. Am
Nachmittag besuchen Sie das Lehrerinnen-Seminar Socorro, welches von
Probigua unterstützt wird.
Hotel:
Posada Hermano Pedro,
3* Dienstag, 12.04.2011
Antigua – Iximché – Sololá- Sta.Catarina Palopó Fahrt ins Hochland zu den postklassischen Ruinen von Iximché und erste
Eindrücke der vergangenen Maya Kultur. Der Schweizer Archäologe
Georges Guillemin hat Iximché 1958 als erster erforscht und
uns viel Information geliefert. Weiterfahrt über Sololá und
Panajachel nach Sta. Catarina Palopó am Atitlán-See. Hotel: Villa Sta.Catarinas,
3* Mittwoch, 13.04.2011
Atitlán-See 12 Dörfer liegen pittoresk verteilt um den jadefarbenen Vulkansee.
Mittels Bootsausflug besuchen wir San Juan La Laguna sowie Santiago
Atitlán, beide zur Ethnie der Tzutujil Maya gehörend. Rückkehr nach
Sta.Catarina. Hotel: Villa Sta.Catarinas, 3* Donnerstag, 14.04.2011
Sta.Catarina – Chichicastenango - Quetzaltenango Fahrt nach Chichicastenango zum wichtigen und bunten Markt der Quiché Maya.
Lokale Händler und internationale Besucher wirren über den
Hauptplatz und die Gassen um die Santo Tomás Kirche. Im Innern der
Kirche verschmelzen Maya Riten und katholischer Glauben zu einem
eindrücklichen Synkretismus. Am Nachmittag Fahrt nach Quetzaltenango.
Hotel: Pension Bonifaz, 3* Freitag, 15.04.2011
Quetzaltenango - Antigua Quetzaltenango ist das grösste urbane Zentrum des westlichen Hochlandes,
jedoch liegt das Interesse des Besuchers in den umliegenden Dörfern
und Landschaften. Der tägliche Markt von Almolonga ist genau so
speziell wie der traditionelle Friedhof von Zunil oder die Kirche
von San Andrés Xecúl mit ihrer naiv gestalteten Fassade. In den
warmen Quellen der Fuentes Georginas nehmen wir ein Bad. Nachmittags Fahrt nach Antigua. Hotel: Hermano Pedro, 3* Samstag, 16.04.2011
Antigua – Flughafen
Guatemala Stadt Heute gilt es Abschied zu nehmen, wir fahren zurück Richtung Flughafen
Guatemala Stadt. Mahlzeiten: Frühstück Sonntag, 17.04.2011 Ankunft in
Zürich Kloten 2 Mahlzeiten im Flugzeug Achtung: Die Preise können sich,
bis zur vollständigen Bezahlung, durch unvorgesehene Umstände
ändern! Preis pro Person im Doppelzimmer CHF 4900.- Preis pro Person im Einzelzimmer CHF 5400.- Reduktion 3-er Zimmer
CHF 100.- Minimale Teilnehmerzahl
4 Personen Der Preis beinhaltet folgende
Leistungen: ∆ Flug Schweiz – Guatemala - Schweiz ∆ 14 Übernachtungen in erwähnten Hotels, oder dieselbe Kategorie, inkl.
Frühstück Dusche/WC ∆ Eintritte zu sämtlichen Museen und Stätten ∆ Deutschsprachige Reiseleitung ∆ Privatbus auf der gesamten Reise ∆ Bootsfahrten in Privatboot Atitlansee, Rio Dulce und Rio Petexbatun ∆ Mittag- und Abendessen Petexbatun Lodge, Grillplausch in Copán, ∆ Lokale Tourismus- und Mehrwertsteuer ∆ Trinkgeld Fahrer und Bootsführer ! ∆ Grenzsteuer Guatemala – Honduras ∆ Inlandflug Flores – Guatemala und lokale Flughafensteuer ∆ Flughafensicherheitssteuer bei Ausreise aus Guatemala !! Hotel und
Programmänderungen vorbehalten !! !! Preisänderungen
vorbehalten!!
Flugpreise!! $!! Der Preis
beinhaltet folgende Leistungen nicht: ∆ Nicht erwähnte persönliche Ausgaben ∆ Nicht erwähnte Mahlzeiten ∆ Versicherung – bitte vor Abreise abklären, da Versicherungen in
Guatemala nicht mit europäischem Standard mithalten können. Die Reise kann für einen Sprach-
oder Badeurlaub verlängert werden. Bitte melden Sie das bei der
Anmeldung. Reservation und Auskunft bis spätestens 31.August 2010 Annullationskosten Die Versicherung ist Sache der Teilnehmer. Ich empfehle eine Annullations-
und Rückreiseversicherung und event. eine Gepäckversicherung,
speziell für teure Kameras. Bei Annullation der Reise innert 90 – 40 Tagen vor Reisebeginn
sind 50% des Reisepreises geschuldet, bei 39 – 30 Tagen 60%,
bei 29 – 0 Tagen 100%. Der Abflugs- und Rückreisetag
können sich noch um einen Tag verschieben, da der Flugplan noch
nicht definitiv ist.
Bericht der Guatemalareise vom 22. März - 10. April 2010 Alles war gut vorbereitet, die Koffer einen Tag zuvor in Kloten aufgegeben und die Boardingcards schon in der Hand, so trafen wir uns frühmorgens auf dem Perron des Bahnhofs SBB in Basel. Im Flughafen stiess dann noch Christina aus Rüti zu uns und wir 9 Reiselustigen bestiegen das Flugzeug nach Madrid und dann nach Guatemala. 11 Stunden, davon einige schlafend, die andern wartend und essend. Am Zoll in Guatemala war anscheinend mein Name bekannt, alle Koffer mussten durch den Scanner und einer wurde vom übereifrigen Zöllner ausgewählt, in diesen wollte er unbedingt schauen. Aber da waren nur 5 dicke, medizinische Lehrbücher drin. Seine Freude verflog, als ich ihm erklärte, dass die Bücher schon gelesen worden sind, mit Notizen versehen, und somit nicht zu verzollen sind. Dann ging es nach draussen, wo Rigoberto auf uns wartete, den Bus herbeirief und wir konnten die 18 Koffer laden. Im Bus nach der Begrüssung wurde uns die ersehnte Erfrischung kredenzt: Agua Pura und Agua amarga, ein Gallo. Nach einer Stunde erreichten wir das Hotel Hermano Pedro in Antigua. Der Hunger, oder der Glust, wer weiss es, führte uns noch in ein Restaurant zu einem kleinen Imbiss. Dann war Schlafen angesagt, endlich in einem weichen Bett, ohne Motorenlärm. Eine Wohltat. Am Sonntag führte René die Gruppe durch Antigua, zu den schönsten Sehenswürdigkeiten. Zudem begann um Mittag eine grosse Prozession, es war ja Palmsonntag. Und so konnten wir schon mal die Technik des Teppichmachens sehen, und auch der Ablauf der Prozession. Am Montag ging‘s zur Kaffeeplantage und ins Musikmuseum in Jocotenango. Am Nachmittag besuchten wir das Lehrerinnenseminar Nuestra Señora del Socorro, wo 120 junge Mayafrauen, unterstützt durch Probigua, während 3 Jahren zur Lehrerin ausgebildet werden. Max und Rigoberto kauften auf dem Markt je einen Sack schwarze Bohnen, Zucker und Reis, dann 50 Kilo Hühnerfleisch und Ananas, Wassermelonen und Melonen. Diese Lebensmittel übergab dann unsere Gruppe den jungen Frauen im Internat, was eine grosse Bereicherung ihres Speisezettels bedeutete. Dafür tanzten und sangen die Mayas und wir durften unzählige Fotos machen. Am Dienstag machten wir einen Ausflug auf den aktiven Vulkan Pacaya, wo man hautnah an der glühenden Lava vorbei kommt. Am Mittwoch ging es los auf die Reise, zuerst in die Hauptstadt ins Museum Ixchel, wo uns René sehr professionell in die Geheimnisse der Mayawelt einführte. Eigentlich erst im 19.Jahrhundert wurden diese Ruinen entdeckt und erforscht, und auch heute noch weiss man vieles nicht, es hat noch sehr viele Geheimnisse in dieser Kultur. Wir fahren mit unserem neuen Mercedes-Car weiter, überqueren die Grenze zu Honduras und übernachten in einem sehr schönen Hotel in Copán. Am nächsten Tag geht es unter der kundigen Leitung von René in die grosse Tempel- und Ruinenanlage von Copán. Zum Glück war der Himmel etwas bedeckt, sodass die Temperatur nicht über 28 Grad hinaus stieg. In den 5 Kilometer langen Tunnel, welche Archäologen gegraben haben, um die Monumente unterirdisch zu betrachten, wollte niemand. Es gab so viel „überirdisches“ zu sehen, dass die Leute nach 2 Stunden genug hatten. Am späten Nachmittag fuhren wir zu einer einmaligen Maya-Wasserwelt. Da kommt heisses Wasser aus dem Boden, eine vulkanische Quelle, mit Dampfbad, Yacuzy, warmem Wasserfall, Schlammbad, Kneipp-Becken und alles in einer tropischen Landschaft. Zu oberst gibt es noch eine entspannende Massage, so als „Tüpfli uf em i“. Am nächsten Tag besuchten wir einen grossen Vogelpark, wo es alle möglichen Arten von Aras, Papageien und Loros, wie auch Eulen und andere Vögel hatte. Das Fotoshooting war natürlich der Höhepunkt, natürlich hat auch dieses Mal ein Ara meine einmalig seltene Mütze teilweise gefressen. Weiter fuhren wir nach Quirigua, wo unter mehreren Stelen besonders eine auf den Herrscher 18 Kaninchen, aus dem Jahre 738, aufmerksam machte. Dann, nach einer kurzen Besichtigung der Bananenplantage mit dem einmaligen Bananenzug, fuhren wir nach Puerto Barrios, dem grossen Hafen an der Karibik-Küste. Wir übernachteten im Hotel del Norte, ein 115 Jahre altes Holz-Hotel, sehr schön erhalten, mit 2 dunkeln Kellnern aus Indien, welche auch bald so alt sind wie das Hotel. Ich war sehr verunsichert, ob meine Reiseteilnehmer dieses alte Hotel auch so originell finden würden wie ich. Aber mit 2 Pools und einer schönen Aussicht auf das Meer, war die Ambiente schon einmalig. Leider gab es keine Schneckensuppe, die Spezialität der Stadt, es scheint, dass die Schnecken im Ausgang waren. Die Nacht war etwas mit Musik unterlegt, aber nach einigen Stunden im Bassin und einem grossen Schluck Whisky, begleitet von einer honduranischen Zigarre, konnten wir trotzdem gut ausruhen. Nach dem Morgenschwumm kam unser Boot, welches uns über die grosse Bucht nach Livingston übersetzte. Livingston ist ohne Strassenanschluss, die Autos dort verkehren nur einen Kilometer auf der Hauptstrasse hinauf und hinunter. Wir logierten in einem herrlichen Hotel und trotz des wunderbaren Pools fuhren wir noch mit dem Schiff nach Playa Blanca, einem wunderbaren, weisssandigen Strand. Das Meerwasser war wunderbar warm und auf den Liegestühlen konnten wir so herrlich „sünnele“. Am Mittag ein Tapado, eine herrliche Fischsuppe, Pan de Coco und am Abend ein grosses Fischfilet, dann die Tänze und die Musik der Afro-Guatemalteken, der Garífunas. Man hätte auch noch einen Tag länger dort bleiben können, aber der René zieht mit seiner Karawane weiter. Mit einem Boot fahren wir den Rio Dulce hinauf, weg vom Meer zum Castillo San Felipe, am Eingang zum Isabal-See. Da ist eine enorm grosse Brücke, welche allen Erdbeben getrotzt hat und seit 20 Jahren den Rio Dulce überquert. Auf unserer Bootsfahrt entdecken wir viele Pelikane, Kormorane, Reiher und sogar einen Leguan auf einem Baum. Durch Lagunen, bedeckt mit Seerosen, fahren wir ohne Motor, um die Ruhe dort zu geniessen. Einfach herrlich. Von Rio Dulce aus geht es weiter mit dem Bus bis nach Sayaxché, ein Übergang mit Fähre am Rio de la Pasión. Mit einem sehr flachen Alu-Boot, wegen des geringen Wasserstandes, fuhren wir 2 Stunden durch den Dschungel bis zu unserer Lodge, mitten in grossen tropischen Bäumen. Die palmblätterbedeckten Bungalows waren sehr schön eingerichtet, das Essen, Huhn im Honig, war sehr lecker und alle waren davon begeistert. Am Morgen fuhren wir noch etwas mehr in den Busch, um die erst in den Jahren 1998-2004 ausgegrabene Maya-Stätte Aguateca, welche durch eine tiefe Schlucht gut gegen Angreifer geschützt ist, zu besuchen. Eben wegen des tiefen Wasserstandes mussten wir einige Stufen hoch steigen. Der Wasserstand zur Sommerzeit, ist dort 6-7 Meter höher. Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Tikal, der berühmtesten Mayastätte, mitten im Dschungel. Unser Hotel, wieder mit Pool, war im Park, ganz in der Nähe der Anlage gelegen. Am Dienstag dann, war wieder Treppensteigen angesagt, was aber freiwillig war. Die Aussicht von den ca. 60 Meter hohen Pyramiden belohnte einem aber für den teilweise sehr mühsamen Aufstieg. Vom Abstieg will ich jetzt nichts sagen, sonst wird es noch schwieriger, Leute zum Hochsteigen zu motivieren. Viele wilde Tiere waren zu Gast, der wilde Truthahn, der Pizote und die Tarantel wie auch alle möglichen Papageien, Tukane und die Geckos. Wegen des starken Windes wurden den sonst immer leuchtenden Leuchtkäferchen das Lichtlein ausgeblasen. Wir fanden keine. René erklärte die ganze Bauweise, wie auch die Nutzung der Anlage von Tikal, es war sehr interessant. Nach unserer zweiten Nacht in Tikal wurden wir zum Flugplatz in Flores gebracht, wo uns das Flugzeug wieder in die Hauptstadt flog. Dort besuchten wir die Kathedrale, den Hauptplatz mit dem Regierungsgebäude und dann noch das Relief, das ganze Land en miniature, mit allen Vulkanen, Flüssen und Ortschaften. Am Donnerstag besuchten wir auf dem Weg nach Dueñas eine Macadamia-Farm, da wurden unsere Damen noch ganz schön massiert, mit eben dieser Salbe. Am Nachmittag begann dann die erste Prozession, am Abend wurden in ganz Antigua einige hundert Teppiche angelegt, die ganze Nacht wurde emsig gearbeitet, mit Balken und Laden, um überall alles ganz schön zu machen. Auch die Sprachschule Probigua kreierte einen schönen Teppich aus Sägemehl, Blumen und Palmfrüchten, Corozo. Um 0400 am Karfreitag kam die grosse Prozession aus der Kirche Merced, auf Schienen zuerst, damit sie nicht in Schräglage kommt, dann wurde diese durch 80 Träger durch die Strassen getragen, die Leute wurden nach 30 Minuten abgelöst, die Drahtheber mit ihren langen Stangen mussten die Elektrodrähte quer über den Strassen heben, damit Christus nicht von seinem Thron stürzte. Dann kam die Blechmusik, danach die Frauen mit dem Altar von Maria, dann die Strassenreinigung mit 2 Lastwagen und einem Trax, dann die Zuckerwatte, die Chupitos und die Fussbälle in einem grossen Netz. Nicht zu vergessen die Glaceverkäufer, an deren Wägelchen steht: Dios es Amor. Oder „La Bendición“. Für die selber hergestellte Glace braucht es sicher alle Segnungen, um nicht krank zu werden. Im ganzen kreuzten 4 Prozessionen rund 20 Stunden lang durch Antigua, und immer gab es Menschen, welche in den Strassen Teppiche kreierten. Am Samstagmorgen, 3.4.2010, fuhren wir mit dem Benz zur ersten Hauptstadt Guatemalas, Iximché, im Hochland. Auf einer schönen 4-spurigen Autobahn erreichten wir diesen Ort bei Tecpán bequem. Allerdings im Dorf waren die Strassen sehr eng. Die Anlage wurde vom Schweizer Archäologe Georges Guillemin 1958 als erster erforscht. Zum Mittagessen wurden wir bei einer indigenen Familie zum Mittagessen eingeladen. Die junge Frau, Diana Lucrecia, hatte eben vor 2 Monaten ihr zweites Bebé geboren, das erste ist kurz nach der Geburt gestorben. Um so grösser war nun natürlich die Freude, da mir die junge Frau ihr Herz ausgeschüttet hatte, sie glaubte an eine Strafe Gottes. Das Kind hatte einen Herzfehler und konnte im Spital nicht gerettet werden. Weiter fuhren wir nach Chichicastenango vorbei an unzähligen Kirchen und über 33 Schwellen ins Hotel Santo Tomás. Am selben Abend besuchten wir die Santo Tomás Kirche, wo eine grosse Prozession vorbereitet wurde, einige hundert Menschen kamen mit brennenden Kerzen zur Kirche, alle in ihrer Tracht. Es war sehr eindrücklich. Am nächsten Tag besuchten wir den grossen Markt wo man alles kaufen kann. Z.B. auch Kalksteine für die Tortillas, Kerzen für den Maximon, Kleider, lebende Tiere und alle Sorten Lebensmittel. Also nicht nur ein Touristenmarkt. Weiter ging’s am späten Nachmittag Richtung Quetzaltenango, wieder vorbei an den vielen Kirchen und über 33 Schwellen nach San Andrés Xecul. Nach dem Besuch der schönen, gelben Kirche, mit einer schönen, naiv gestalteten Fassade, fuhren wir ins Stadtzentrum von Xela, in ein schönes Hotel mit Hallenbad. Leider war das Bad durch einen Frauen-Polterabend besetzt. Aber die Kultur in Guatemala geht vor. Wir badeten am folgenden Tag in den Fuentes Georgina. In Xela, wie die zweitgrösste Stadt auch heisst, wurde eine Kirchenfassade für Millionen Dollars restauriert, der Rest der Kirche wurde bei einem Erdbeben zerstört und existiert nicht mehr. 20 Meter hinter der Fassade, welche abgestützt wird, entstand eine neue, erdbebensichere Kirche. Im schönen Stadtpark gibt es „römische Säulen“ und einen Lustpark. Wir betrachteten alles von einer sehr schönen, hochgelegenen Terrasse über der Pasaje Enríquez, bei einem Moza. Rings um Xela liegen sehr interessante Ortschaften wie der Gemüsegrossmarkt von Almolonga, der Friedhof von Zunil und die heissen Quellen von Fuentes Georgina. Wir besuchten diese wichtigen Orte und badeten während eines Picnics, das René zubereitete, in den herrlich warmen Bädern, inmitten einer tropischen Vegetation. Weiter ging’s über die pazifische Küstenstrasse zum Kilometer 113, Cocales, wo wir zum Atitlán-See abzweigten. Das am See gelegene Hotel Bambú hat uns für 2 Nächte beherbergt, mitten in einem herrlichen Park, mit See und Schwimmbad. Kolibris, Frösche und alle Sorten Vögel waren im Park heimisch. Ein Paradies. 12 Dörfer, zum Teil getauft auf die Namen der Jünger Jesus liegen am See. Die Gruppe besuchte das Dorf San Juan, wo viele Leute vom Weben und Kleinhandwerk wie auch von der Landwirtschaft leben. Ich besuchte mein Patenkind in Santa Catarina Palopó, ich musste ihr Mut machen, da das harte Leben in einer Klosterschule, wo sie zur Hauswirtschaftslehrerin ausgebildet wird, ihr sehr zu schaffen machte. Auch in diesem Dorf wurde die Kirchenglocke gestohlen. So wie momentan in der Schweiz auch an verschiedenen Orten. Heute Mittwoch geht es an den Pazifikstrand nach Monterrico. Unterwegs bei Kilometer 100 besuchten wir Rancho Fortaleza, ein kleiner Weiler mit etwa 3000 Einwohner. Die Schule dort hat dringend einen Ausbau nötig. Paul Suter aus Binningen wünschte sich dort ein Schulhaus mit 3 Klassenzimmer. Wir hatten Glück und begegneten gleich dem Architekten, Saúl, welcher der Bauverantwortliche ist. Das Schulhaus hat schon 2 Meter hohe Wände und sollte im Mai eingeweiht werden. Da die Kinder sehr oft schmutzig zur Schule kommen, habe ich den Lehrerinnen schon viel früher gesagt, dass sie verantwortlich seien und die Kinder waschen sollten. Leider ist in der näheren Umgebung kein Wasser. So bauen wir nun einen Brunnen, und mit dem Wasser können dann die Lehrerinnen die Kinder am Morgen gleich noch waschen. Die Begegnung in der Schule war sehr spontan und nicht geplant, aber ein grosser Erfolg. Am späteren Nachmittag erreichten wir unser Hotel am Pazifik-Strand in Monterrico, das Hotel Utz Tzaba. Pools, Yacuzy, Poolbar und schwarzer Sand soweit das Auge blickt. Der Sonnenuntergang war aus dem Bilderbuch. Am anderen Morgen um 0400 fuhren wir auf den Chiquimulilla-Kanal, um den Sonnenaufgang und die vielen Vögel zu sehen, wie auch die Mangrovenwälder. Nach dem Mittag fuhren wir nach Antigua ins Hotel Porta Antigua, wo wir in der Stadt die letzten Einkäufe tätigen konnten, die Postkarten abschicken und einfach geniessen. Dann, um 1100 führte uns der Bibliobus von Probigua wieder an den Flugplatz, wir gaben die Koffer auf, erhielten unsere Boardingcards und dann besuchten wir ein feines Restaurant, am Ende der Piste, wo wir ein gutes Stück Fleisch geniessen konnten. Der Rest war für uns nur noch einsteigen und heimfliegen. Wie glücklich waren wir doch, als wir eine Woche später von den Problemen mit dem Vulkanstaub hörten. Glück muss man haben, auch beim Reisen. Max Umiker, 6.5.2010 |
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